Ackermann Gemeinde Würzburg

Die Jubiläums-Fußwallfahrt „10 Jahre Stocker Pfad“ startete bereits am Donnerstag, 02.07.2020, um 12.00 Uhr vom Kloster Tepl/Teplá aus. Unter den 32 Pilgern - so viele, wie noch nie - befanden sich auch unsere ESC-Praktikantin Katka Vková und Pfr. Klaus Oehrlein.

 Nach der Begrüßung durch den Abt des Prämonstratenser-Klosters, P. Zdeněk Filip Lobkowicz, hielt der Pilsner Bischof Tomáš Holub eine kurze Andacht. Danach machte sich die Gruppe – bei leichtem Regen – gemeinsam mit dem Bischof auf den Weg. Die erste Pause wurde in Gutwasser/Dobra Voda eingelegt, wo der Direktor des Unternehmens des öffentlichen Dienstes „Böhmischer Westen“, Ondřej Fábera, nicht nur eine Erfrischung vorbereitet hatte, sondern auch die Pilger mit Salz und Brot, und einen Lied begrüßte. Mitwirkende waren Roma-Mädchen die im Blockhaus wohnten. Bischof Holub segnete dann alle zwei Eingänge dieses Hauses. Dazugekommen war auch P. Josef aus dem nahegelegenen Trappisten-Kloster in Nový Dvůr. Er geleitete die Gruppe dorthin. Sie liegt in der Abgeschiedenheit in einer wunderschönen Landschaft.

Bischof Holub war sehr nett und er hat ein bisschen Zeit für alle Pilgern, auch für Katka Vlková, gefunden. Während des freundlichen Gesprächs haben sie herausgefunden, dass sie in derselben Entbindungskliniken geboren wurden. Zwei von den Mitpilgernden stammen aus derselben Stadt wie Katka. Dies ist ein ziemlicher Zufall, denn ihre Heimatstadt liegt auf der anderen Seite der Tschechischen Republik, wo der Pilgerweg stattgefunden hat.
Kurz vor dem Ende des ersten Tages gab es in Branišov einen weiteren Halt in den Ruinen der Kirche St. Blasius, wo der Bischof eine Messe unter freiem Himmel hielt. Die Atmosphäre war einzigartig. Von der Kirche bis zur Unterkunft durfte Katka die Kopie des Gnadenbildes von Maria Stock tragen.

Am Freitag, 03.07.2020, hatte die Pilgergruppe den anstrengensten Weg. Pfr. Oehrlein und Katka waren leider nicht dabei. Sondern waren im Stift Tepl mit Abt Lobkowicz verabredet. Danach besuchten sie noch Schloss Bečov mit dem romanischen Maurus-Schrein. Ihre letzten Ziele an diesem Tag waren Karlsbad und Marienbad. Zum ersten Mal in ihrem Leben war Katka dort. Karlsbad ist schön, aber Mariensbad fand sie schöner.

Am Samstag, 04.07.2020, schlossen sie sich wieder der Pilgergruppe an. Treffpunkt war der Marktplatz von Touzim. Die erste Sehenswürdigkeit war die Kirche. Dort gab es einen kurzen Gottesdienst, bei dem auch Pfr. Oehrlein am Altar stand. Maruska Smolkova und Matthias Dörr von der AG-Hauptstelle München kamen dazu. Sie waren aus Anlass des Treffens „Skoky-Revival“ angereist. Schließlich erreichten die Pilger ihr Endziel, Maria Stock! Skoky!!. Der Wallfahrtstag schloss mit dem eindrucksvollen abendlichen Singen von Liedern aus Taizé.

Am Sonntag, 05.07.2020, kamen weitere Pilger hinzu. Unter ihnen waren Christa Ullmann und Hans-Peter Dörr aus der Diözese Würzburg. Sie hatten das Wander-Nagelkreuz mitgebracht. Traditioneller Treffpunkt war um 10.00 Uhr am Kreuz. Von dort ging es in einer Prozession direkt zur Wallfahrtskirche. Das Wander-Nagelkreuz wurde von Hans-Peter Dörr vorangetragen. Abt Lobkowicz und Pfr. Oehrlein schlossen sich in Prozession an. Bei der anschließenden Deutsch-tschechische Verständigungsmesse standen neben dem Abt, Pfr. Oehrlein und P. Mgr. Hric aus Schlackenwerth/Ostrov n.O.. Einheimische Egerländer waren mit Fahnen und Trachten vertreten.
Die Musikalische Begleitung übernahm Frau Jindřichová vom „Bund der Deutschen in Böhmen.“

Zum Abschluss der Messe gingen die Zelebranten noch zum Seitenaltar, wo das Wander-Nagelkreuz aufgestellt war. Hier wurde auf Deutsch und Tschechisch darüber informiert und ein Gebet gesprochen. Nach der Messe nahm die Gruppe im ehemaligen Pfarrgarten zu Mittagessen ein. Zu uns gesellten sich noch weitere Teilnehmer der früheren Zeltlager der Jungen Aktion Würzburg, der Sing- und Spielgruppe der St.-Ursula-Schule Würzburg und Rytmika. Herr Schierl informierte über die Aktivitäten seines Vereins: Kauf des ehemaligen Wirtshause und weiterer Grundstücke. In nächstem Jahr soll ein Meditationsweg eingerichtet werden. Dazu überreichte die Würzburger Delegation eine Spende, die dieses Vorhaben finanziell unterstützt. Wir freuen uns auf das nächstjährige Treffen und verfolgen die Weiterentwicklung rund um die Kirche mit Interesse. Mit der Renovierung der Wallfahrtskirche kann erst in fünf Jahren gerechnet werden.

Kateřina Vlková und Hans-Peter Dörr

Katka schloss ihren Bericht mit einem kurzen Resümee:

  • Kilometer: circa 50 Km
  • Datum: 02.-05.07.2020
  • Tage: Donnerstag bis Sonntag
  • das häufigste Essen: Goulasch (3 Mal… echt)
  • Opfer: ein Paar weggeworfener Schuh
  • Gute Leute: alle
  • Corona Fälle: 0 (zum Glück)

„Touristik ist ziellos, Wallfahrt ist Touristik mit dem Ziel. Das ist der wichtigste Unterschied zwischen Touristik und Wallfahrt´´

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