Ackermann Gemeinde Würzburg

Am Sonntag, dem 3. Februar, feierte Pfarrer Adam Possmayer, der langjährige Diözesan-Aussiedler- und Vertriebenenseelsorger, in der Kirche Maria Regina in Obernbreit sein Silbernes Priesterjubiläum mit einem Dankgottesdienst.

Zu seiner freudigen Überraschung waren neben den Pfarrangehörigen auch Vertreter der Ackermann-Gemeinde und des Bundes der Vertriebenen (BdV) gekommen. Freundlich begrüßte er auch das Ehepaar Müller aus Karbach, einem Nachbarort seiner ersten Pfarrstelle.

In seiner Predigt bezog er sich neben den Lesungen vom Sonntag auch auf die Emmaus-Geschichte. Hieraus entnahm er seinen Primiz-Spruch „Und Jesus ging mit, um bei Ihnen zu bleiben“ (nach Lk 24, 29). Einen Gedanken äußerte er dazu: „Es ist eine Tatsache, dass im Evangelium nur der Name eines der beiden Jünger genannt wird, Kleopas. Der andere bleibt ungenannt. Darin lässt sich die Einladung Jesus erkennen, unser je eigenes Bild einzufügen. Jesus schenkt uns die Gewissheit: Auch an dir habe ich so viel Interesse, dass ich dich suche, auch dein Herz will ich zum Brennen bringen. Und auch mit dir will ich mich immer wieder an den Tisch setzen und mit dir das Brot brechen.“

Gegen Ende des Gottesdienstes, der mit den Liedern des damaligen Weihegottesdienstes im Dom Corona-bedingt von einer Kantorin und dem Pastoralreferenten gesanglich gestaltet wurde, schlossen sich einige Dankesreden an. Nach einem Vertreter der Pfarrei trug für die Ackermann-Gemeinde Hildegard Dörr folgende Gedanken vor:

„Lieber Herr Pfarrer Possmayer,
am 2. März 2013 wurden Sie von Domkapitular Christoph Warmuth in der Neumünsterkirche als Aussiedler- und Vertriebenenseelsorger eingeführt. 120 Gläubige nahmen am Gottesdienst teil, darunter viele Aussiedler und Vertriebene mit Fahnen und in Trachten ihrer Herkunftsländer.

Schon kurze Zeit später in der Fastenzeit, und in all den darauffolgenden Jahren gestalteten Sie den Kreuzweg zum Käppele in Würzburg.

Zum Tag der Aussiedler und Vertriebenen an Kiliani setzten Sie neben dem Pontifikalgottesdienst am Vormittag einen neuen Akzent. Bei der ökumenischen Andacht am Nachmittag verstanden Sie es, neben den evangelischen Christen, weitere christliche Religionsgemeinschaften einzubinden. So nahmen Sie Kontakt zu den syrisch-, zu den äthiopisch-, zu den russisch- und den rumänisch-orthodoxen Christen auf, und schließlich auch zur ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche. Alle haben Sie mit Gebet und Gesänge in die Andacht eingebunden.

Jedes Jahr im Herbst folgte die traditionelle Wallfahrt zur Maria im grünen Tal nach Retzbach. Immer wieder gelang es Ihnen einen besonderen Hauptzelebranten, der einen Bezug zu den Herkunftsländern hatte, zu gewinnen. Bei der Wallfahrt durch die Weinberge durfte neben den Reliquien der hl. Hedwig und des hl. Nepomuk die bildlichen Darstellungen der Patrone der einzelnen Länder nicht fehlen.

Gerne besuchten sie die Weihnachtsfeiern und andere Gedenktage der Landsmannschaften.

Leider waren im letzten Jahr, durch die Coronakrise bedingt, die Möglichkeiten sehr eingeschränkt.

Als Trägerverband der Aussiedler- und Vertriebenenseelsorge haben wir als Diözesanverband der Ackermann-Gemeinde Ihre Aktivitäten gerne mitgetragen und organisatorisch unterstützt.

Auch nach Ihrer Entpflichtung 2020 wollen Sie nach Ihren Kräften die Ihnen anvertrauten Menschen weiterhin seelsorglich begleiten. Dafür danken wir Ihnen herzlich. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen, Kraft und Gesundheit, sodass Sie sich, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, weiterhin für die Aussiedler und Vertriebenen einsetzen können.“

Albina Baumann, die Bezirksvorsitzende des BdV und Kreisvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, dankte anschließend für seinen unermüdlichen Einsatz für die Vertriebenen und Aussiedler.

Gerne hätte der Jubilar alle zu einen anschließenden Begegnung in den Pfarrsaal eingeladen. Leider war das Corona-bedingt nicht möglich. Er versprach, dies im Sommer nachzuholen.

Hans-Peter Dörr

Bildquellen: Portrait (POW), 2 Bilder (Lioba Zehnter)

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